Moderne Assistenzsysteme
Autos, die heute gebaut werden, verfügen meist serienmäßig über eine hochkomplexe und umfassende Elektronik, die verschiedene Aufgaben übernimmt, um die Fahrt für alle Insassen bequemer und vor allem sicherer zu machen. Sensoren der verschiedensten Art überwachen und kontrollieren ständig Parameter des Motors, des Fahrwerks und der Fahrumgebung. Bekannt ist zum Beispiel der elektronische Schleuderschutz, der bei gefährlichen Manövern wie starkem Bremsen, abrupten Lenkbewegungen oder dem teilweisen Abkommen von der Fahrbahn gezielt Kraft und Antrieb der einzelnen Räder beeinflusst, so dass das Fahrzeug nach Möglichkeit lenkbar bleibt. Dieses ESP genannte Assistenzsystem ist der Nachfolger des Antiblockiersystems oder ABS, das es schon seit Jahrzehnten gibt.
Was Sensoren alles können
Zur Druckmessung wurden schon früh mechanische Sensoren, zum Beispiel Membranen, eingesetzt. Der Öldruck im Motor gibt Aufschluss über Kompression und Leistung des Motors. Abfallender Öldruck ist außerdem ein wichtiges Warnzeichen für ein Leck im Ölkreislauf. Die sieht man nämlich nicht unbedingt, es muss auch nicht auf die Straße tropfen. Eine schadhafte Zylinderkopfdichtung kann dazu führen, dass sich Öl- und Wasserkreislauf im Motor vermischen. Dadurch können weitreichende Schäden und teure Reparaturen entstehen.
Auch der Füllstandsensor im Tank gehört zu den Klassikern. Er sorgt dafür, dass man immer weiß, wie voll der Tank noch ist. Wenn Benzin oder Diesel ausgehen und man irgendwo liegenbleibt, schadet das zwar der Technik des Autos nicht – passiert dies auf der Autobahn, muss man mit einer empfindlichen Geldstrafe rechnen.
Ultraschall, Kamera und Radar
Allein die Regelung der Fahrdynamik bei ESP benötigt verschiedene Sensoren: Einen Lenkwinkelsensor, der erfasst, welche Lenkbewegungen der Fahrer macht, die Sensoren des ABS, ein Gierrate- und ein Beschleunigungssensor übermitteln Drehzahl und Querbeschleunigung. So lassen sich Situation und Verhalten des Fahrzeugs genau bestimmen und das System hat alle Informationen, die es braucht, um im richtigen Moment einzugreifen und das Auto zu stabilisieren.
Bei modernen Fahrassistenzsystemen wie Totwinkelüberwachung, Spurhalteassistent oder Einparkhilfe kommen auch Ultraschall, Radar oder Kameras zum Einsatz.
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